Konsumauszeit im November

Ich möchte ich mir auch diesen November wieder eine Auszeit gönnen und ganz bewusst nicht konsumieren. Apfelmädchen und sadfsh rufen auch dieses Jahr wieder zu einer gemeinsamen Konsumauszeit auf und ich bin dabei.

Im November zieht sich die Natur zurück, die Blätter werden abgeworfen, Tiere bereiten ihren Winterschlaf vor und es wird kalt und nebelig. Eigentlich die ideale Zeit, sich auch ein wenig in sich selbst zurück zu ziehen, das vergangene Jahr zu reflektieren und sich ein wenig Ruhe zu gönnen.

Unsere moderne Gesellschaft tut sich mit Ruhe und Reflektion jedoch ein wenig schwer, immer früher beginnt für viele der vorweihnachtliche Shoppingmarathon und die damit verbundene Hektik.

Aus diesem Grund finde ich den November für eine Konsumauszeit nahezu ideal. Ich nehme mich damit ganz bewusst für einen Monat raus aus diesem kapitalistischen Hamsterrad und fokussiere mich auf die Dinge des Lebens, die nichts kosten. Ich schenke mir selbst Zeit in der Natur und mit lieben Menschen, Zeit für kreative Projekte usw. Und ich nehme mir Zeit für all die schönen Dinge, die ich bereits besitze und die auch mal wieder Aufmerksamkeit verdient haben.

Seit Anfang des Jahres hat sich mein Konsumverhalten schon sehr verändert und ich kaufe deutlich weniger und bedachter als früher, so dass die Konsumauszeit mir zuerst gar nicht mehr so notwendig erschien, wie noch letztes Jahr. Mittlerweile bleibt mir jeden Monat Geld über, was ich sparen kann, was früher ziemlich undenkbar war. Doch wenn ich ehrlich bin, kaufe ich ja noch immer hier und da etwas und so will ich mir den November über eine bewusste Pause davon nehmen.

Meine persönlichen Regeln:

  • Einen Monat lang nichts kaufen. Auch keine digitalen Produkte, wie Spiele oder E-Books. Die nehmen zwar keine direkten Ressourcen weg, aber ich habe schon genug Sachen, mit denen ich mich noch beschäftigen will. Ausgenommen sind Lebensmittel und benötigte Drogerieprodukte (wobei es da kaum Bedarf geben sollte, da ich eigentlich alles habe) sowie dringend benötigte Sachen, falls sie kaputt gehen sollten.
  • Bei Lebensmitteln genauer schauen, was ich wirklich brauche. Vor allem frische Lebensmittel kaufen, die Vorräte an Haltbarem reduzieren wenn möglich.
  • Geld für Ausflüge, Fahrkarten, auswärts Essen etc. ist erlaubt, wobei ich das auch eher gering halten möchte.
  • Nach Möglichkeit wieder mehr selber machen, auch auf Geschenke bezogen.
  • Tauschen und Leihen ist erlaubt.
  • So viele Bücher wie möglich von meinem „Lesen und dann weggeben“ Stapel schaffen.
  • Alle Ausgaben, bis hin zum Brötchen auf die Hand, dokumentieren, da ich gerne wissen möchte, wie viel ich im Monat zum Leben brauche, wenn ich mich auf die Basics beschränke.
  • 1 x wöchentlich auf dem Blog berichten, wie es läuft.

Da ich wie bereits erwähnt kaum noch „Kaufdrang“ besitze, bin ich sehr optimistisch, dass das gut klappen wird und es mir nicht wie ein Verbot oder Zwang vorkommen wird, sondern ich diese Auszeit genießen kann.

Hast du auch schon mal eine Zeit lang bewusst auf Konsum verzichtet? Willst du dich der Konsumauszeit vielleicht anschließen? Hab einen schönen Tag!

 

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  1. […] besorgen… Nachdem ich heute dann aber auch bei Ramona von Jademond, Mama denkt und Romy von Zu den Wurzeln davon las, ließ mich dieses Thema nicht wirklich los und ich beschloss, es für mich ein wenig […]

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