Happy Halloween + Konsumauszeit im November

Der Oktober ist fast vorbei und so sehr ich mich jedes Jahr auf Halloween freue – es ist mein absoluter Lieblingstag im Jahr, so ist er für mich auch jedes Mal mit Wehmut verbunden, denn für meinen Geschmack gehen der Herbst und vor allem der Oktober jedes Mal viel zu schnell vorbei. Sind die Blätter an den Bäumen im einen Moment noch wunderschön bunt und leuchtend, sind sie im anderen schon gefallen. Vermutlich liegt gerade in dieser Vergänglichkeit, in der Kürze dieser ganz besonderen Zeit, ihr Zauber. Der Herbst zeigt uns, wie wunderschön es sein kann, loszulassen und wie wichtig es ist, gelegentlich sich und seine Fühler ein wenig einzuziehen und sich die Ruhe und Zeit für sich selber zu nehmen, die man braucht. In diesem Sinne ist der Herbst ein wunderbarer Lehrer für Minimalismus und Achtsamkeit.

Ich habe vor, den Herbst so lange er uns noch erhalten bleibt bestmöglich zu nutzen. Passenderweise habe ich gerade auch noch eine Weile Urlaub und so verbringe ich möglichst viel Zeit in der Natur, vor allem im Wald und mit anderen schönen Dingen, die für mich einfach „Herbst“ bedeuten. Für morgen haben Felix und ich einen Wanderausflug ins Sauerland, genauer ins Rothaargebirge geplant. Darauf freue ich mich schon sehr.

Allen, die Halloween so sehr lieben wie ich, wünsche ich heute einen schönen Tag und viel Spaß, falls ihr in irgendeiner Art und Weise feiert. Für mich steht keine Halloween Party oder sonstiges soziales Event an, deswegen werde ich mich nicht verkleiden (obwohl ich da schon mal wieder Spaß dran hätte), aber ich habe vor den Tag trotzdem zu etwas besonders schönem für mich zu machen, ich möchte ein kleines Halloween Menü kochen und natürlich einen Horrorfilmabend machen – zudem feiere ich als „witchy woman“ heute auch noch das keltische Fest Samhain. Zusätzlich ist heute „Picture my Day“ Day und ich mache mit und werde meinen Tag mit Fotos dokumentieren, die ihr dann vermutlich morgen oder in den nächsten Tagen hier sehen könnt.

Morgen beginnt mit dem November für mich eine neue Konsumauszeit.

Die letzten beiden Jahre hat mir das sehr gut getan und so möchte ich diese Tradition fortsetzen. Im November möchte ich versuchen, mir außer Lebensmitteln möglichst nichts zu kaufen. Keine neuen Bücher, keine neuen Spiele auf Steam, keine Kleidung usw. Es gibt im Moment auch wirklich nichts, was ich tatsächlich bräuchte, also wird es mir vermutlich nicht allzu schwer fallen. Hier sind meine genaueren „Regeln“

  • Möglichst nur Lebensmittel kaufen, zusätzlich versuchen, aus den bestehenden Vorräten einiges aufzubrauchen
  • Keine Kosmetik kaufen, es sei denn etwas wirklich notwendiges braucht sich in der Zeit auf (aber vermutlich wird das nicht passieren)
  • Geld für Unternehmungen (Kino etc.) und auswärts Essen gehen ist erlaubt (das mache ich sowieso beides eher selten, aber vermutlich wird beides im November mindestens ein mal vorkommen)
  • Sachen für den Adventskalender für meinen Freund darf ich kaufen (das sind aber eigentlich auch fast nur Lebensmittel und einiges habe ich sogar schon)
  • Weihnachtsgeschenke werden zwar im November schon überlegt, aber erst im Dezember gekauft, mögliche Ausnahme: Ich finde ein perfektes Geschenk und es ist wahrscheinlich, dass es bis zum Dezember nicht mehr erhältlich sein wird (z.B. ein Einzelstück oder etwas fast vergriffenes)
  • Einen Joker erlaube ich mir, da ich am Freitag gerne hier in meiner Stadt auf einen kleinen Martinsmarkt mit vielen Kunsthandwerkerständen gehen möchte. Ich werde versuchen, dort nichts zu kaufen, erlaube es mir aber, falls ich dort etwas ganz tolles entdecken sollte. Ansonsten werde ich mich einfach an den schönen Dingen erfreuen, die es dort vermutlich zu sehen gibt und die Erkenntnis genießen, dass ich die Dinge nicht alle persönlich besitzen muss, nur weil ich sie vielleicht wirklich sehr schön finde.
  • Ich gebe mein bestes, aber bin nicht perfekt. Die Challenge soll mir Spaß machen und mich auf das fokussieren, was ich bereits besitze und darauf, wie wenig ich eigentlich wirklich brauche. Es ist aber kein Versagen, wenn etwas doch anders laufen sollte als geplant.
  • Geht etwas kaputt und ich brauche es dringend, kaufe ich es mir neu.
  • Die Konsumauszeit nutzen um meinen eigenen Besitz mal wieder (mache ich eh ständig, haha) durchzugehen und gehen zu lassen, was ich nicht mehr brauche und will.

Falls ihr Lust habt, euch anzuschließen, würde ich mich über den Austausch mit euch natürlich sehr freuen 🙂

Habt ein schönes Halloween / Samhain und einen guten Start in den November.

Ein Lebenszeichen, Kürbis-Zimtschnecken und der #Horrorctober

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich dieses Jahr noch mal hinsetzen und einen Beitrag für meinen kleinen Blog schreiben würde.

Aber seit ein paar Wochen habe ich immer öfter an meinen Blog denken müssen und wieder ein wenig Lust bekommen, zu schreiben. Daher melde ich mich jetzt erst mal ganz vorsichtig zurück. Dieses Jahr war vor allem deswegen Funkstille, weil es gesundheitlich bei mir nicht so gut läuft/lief und ich ständig krank war und gerade auch noch bin. Das hat sich letztes Jahr schon abgezeichnet und wurde in den letzten Monaten immer schlimmer. Inzwischen weiß ich, dass ich eine chronische Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) habe und versuche nun die Sache möglichst effektiv und ganzheitlich anzugehen.

Leider behandeln die Ärzte bei sowas ja meistens eher die Symptome und die Ursachen bleiben außen vor bzw. sind einfach schwer festzustellen. Damit beschäftige ich mich jedenfalls im Moment sehr viel, probiere von Nasenspülungen über Dampfinhalationen, Ingwer in rauen Mengen bis hin zu pflanzlichen Medikamenten gefühlt alles aus (auch weniger sanfte Medikamente habe ich schon durch, leider) und hoffe, dass es mir langfristig helfen wird. Aus diesem Grund hatte ich in den letzten Monaten jedenfalls so gar keine Energie und Motivation fürs Bloggen.

Hinzu kommt, dass wir Anfang des Jahres relativ spontan umgezogen sind, auch das hat viel viel Zeit und Energie in Anspruch genommen, aber es hat sich sehr gelohnt. Ich wohne jetzt deutlich ruhiger und näher an der Natur – etwas, was ich mir schon seit vielen Jahren gewünscht habe. Ich weiß noch nicht, wie häufig ich in nächster Zeit bloggen werde, ich will mir kein Limit setzen, was ich dann eventuell doch wieder nicht einhalten kann oder mich nur frustriert – daher einfach: Wann immer mir danach ist, aber hoffentlich ein bisschen häufiger als in den letzten Monaten (was nicht schwer sein dürfte^^).

Heute ist der erste Tag von meinem absoluten Lieblingsmonat und es ist bereits unheimlich herbstlich und bunt da draußen. Der Oktober ist für mich die schönste Zeit des Jahres, es ist kühl aber dennoch oft sonnig, das Laub wird bunt, die Kastanien fallen, in den Läden gibt es Kürbisse zu kaufen, man kann sich Abends einkuscheln, Tee trinken und Horrorfilme schauen – ich liebe es.

Heute startet auch der #Horrorctober, eine Aktion von Cinecouch an der ich dieses Jahr zum ersten Mal teilnehme. Ich habe im Vorfeld, wie alle anderen TeilnehmerInnen auch, eine Liste mit 13 Horrorfilmen erstellt, die ich im Oktober schauen möchte und sicherlich auch hier und da bei Twitter und vor allem Letterboxd kommentieren und bewerten werde. Da Horrorfilme mein liebstes Genre sind, ist es mir gar nicht so leicht gefallen, mich auf 13 Filme zu beschränken und da eine Entscheidung zu treffen, aber ich glaube, ich bin mit meiner Auswahl ganz zufrieden und freue mich darauf, mir heute Abend den ersten Film von meiner Liste anzuschauen.

Da es nichts besseres gibt, als etwas frisch gebackenes zum Filmabend, möchte ich an dieser Stelle noch mein Rezept für vegane Kürbis-Zimtschnecken mit euch teilen. Die habe ich gestern gebacken und das Foto auf Instagram hochgeladen und da so viele nach dem Rezept fragten, möchte ich es euch natürlich nicht vorenthalten.

Für 8 Kürbis-Zimt-Schnecken

Für den Teig:

  • 275g Mehl (ich habe Dinkelmehl genommen)
  • 50g Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe (Trockenhefe geht sicher auch)
  • 1 Prise Salz
  • 85g Margarine (ich nehme Alsan)
  • ~100ml Hafermilch, lieber zunächst ein bisschen weniger nehmen und schauen, wie der Teig sich verhält

Die Hefe in ein paar Esslöffel der Milch und etwas von dem Zucker auflösen und 15 Minuten ruhen lassen. In der Zeit die restlichen Zutaten mischen. Alles zusammengeben und zu einem elastischen, nicht klebrigen Teig kneten. Wenn der Teig zu sehr klebt, mehr Mehl hinzugeben, ist er zu trocken, etwas mehr Milch nehmen. Den Teig zugedeckt ~30-60 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Kürbispüree vorbereiten. Dafür habe ich ~150g Hokkaidokürbis in einer kleinen Menge Wasser auf geringer Hitze langsam weichgekocht und dann püriert. Dann habe ich ~20g Alsan Margarine und ~4 EL Zimt-Zucker-Mischung hinzu gegeben.

Der Teig wird zu einem Rechteck ausgerollt und mit dem Kürbismus bestrichen, dann wird alles vorsichtig zu einer Rolle aufgerollt und diese in 8 Stücke geschnitten. Die Stücke auf einem Backblech oder in einer gefetteten Auflaufform platzieren, für eine leicht karamellisierte Kruste noch mit ein wenig Zucker bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei ~180°C etwa 25 Minuten backen. Wer mag, kann die fertigen Zimtschnecken natürlich noch mit einer Glasur überziehen, mir ist es so aber süß genug. Lasst es euch schmecken.

Das war es dann für heute auch schon wieder, wir lesen uns ganz sicher bald wieder! Habt eine wunderschöne Herbstzeit!

Minimalistischer Wochenrückblick KW42

*Hust* *Schief* Mich hat schon wieder die Seuche erwischt! Dieses Jahr habe ich mit meinem Immunsystem leider echt zu kämpfen und fange mir gefühlt alle 1,5-2 Monate irgendwas ein. Dieses Mal war es aber zum Glück „nur“ eine dicke Erkältung und so war ich die ganze Woche über zwar angeschlagen, aber nicht komplett außer Gefecht gesetzt.

Diese Woche ging das große Aussortieren weiter. Ich habe mich dieses Mal sogar an mein heiligstes Regal begeben und einige Brettspiele und Rollenspielregelwerke aussortiert. Das tat mir doch ein bisschen weh. Aber jetzt, nachdem ich ein paar Bücher und Spiele aussortiert habe, die einfach nicht zu meinen Lieblingen zählten, ist wieder mehr Platz und ich freue mich über den losgewordenen Ballast. Nur verkaufen muss ich das Zeug noch – das schiebe ich immer gerne einige Tage vor mir her, wenn ich es nicht über Rebuy und co mache, sondern einen zwar gewinnversprechenderen, aber eben auch zeitintensiveren Weg wähle.

Später in der Woche habe ich mich außerdem an diverse Kisten begeben, die auf und unter einem Regal sowie auf unserem Kleiderschrank standen und in denen ich allerlei Postkarten, Rechnungen und Deko, Wolle und Stoffe für Handarbeitsprojekte und vieles mehr aufbewahrt habe. Später ging ich dann noch unsere Kiste mit Schals, Mützen und Handschuhen durch und habe gefühlt knapp die Hälfte weggegeben, auch einige Schuhe habe ich wieder aussortiert. Insgesamt konnte ich mehrere Kisten voll mit Dingen gehen lassen und die übrig gebliebenen Sachen danach ein wenig kompakter verstauen. Super minimalistisch ist das alles noch nicht, wie auch immer man das definiert, aber ich bin fürs erste zufrieden. Ich habe einen Überblick über die Sachen, die ich behalten habe, habe sie gut organisiert wegpacken können und schon wieder ein ganzes Stück geschafft.

Zum ersten Mal habe ich übrigens eine „Free Your Stuff“ Facebook Gruppe genutzt um ein Paket mit vielen alten Stoff- und Wollresten loszuwerden. Die Sachen wegzuschmeißen hätte ich nicht übers Herz gebracht und verkaufen kann man so etwas auch nicht mehr. Da hier im Rheinland ja nicht nur Halloween, sondern auch Karneval naht und viele bunte Stoffe dabei waren, dachte ich, vielleicht findet sich jemand, der damit Kostüme machen will oder ähnliches. Und tatsächlich erhielt ich schon 5 Minuten später die erste „Nehm ich!“ Nachricht und es wird heute Nachmittag abgeholt. Ich freue mich, wie gut das geklappt hat.

Es zeigte sich übrigens auch mal wieder eindrücklich mein früheres Chaos und wie wenig Überblick ich eine Zeit lang darüber hatte, wo meine ganzen Sachen sind. In einer alten Weihnachtskarte, die ich seit Jahren nicht mehr abgefasst habe fand ich noch 80€. Wie gut, dass ich alle alten Karten vor dem Entsorgen immer noch mal durchschaue. Ich hatte im ganzen Wohnzimmer übrigens mindestens 4 Plätze, an denen sich alte Karten und Briefe fanden. Kein Wunder, dass ich nie etwas gefunden habe. Jetzt ist ein großer Teil weg und das, was ich als Erinnerungen aufhebe in einer Box verstaut.

Insgesamt habe ich mich diese Woche von meinem ganzen Besitz, der trotz bereits unzählbar vielen bereits weggegebenen Kartons und Tüten immer noch extrem groß ist, ziemlich erschlagen gefühlt. Ich hatte zwischendurch den Eindruck ich sortiere und entsorge, verkaufe und verschenke und es wird trotzdem nicht weniger. Natürlich ist dem nicht so. Es hat sich schon sehr, sehr viel getan und man kann das, was man über Jahrzehnte ansammelt einfach nicht von heute auf morgen alles loswerden. Da hat es mir gut getan mich mehr auf das zu fokussieren, was ich bereits alles geschafft habe anstatt auf das, was noch vor mir liegt. Mir geht es dabei einfach oft nicht schnell genug, am liebsten würde ich nur mit dem Finger schnipsen und hätte sofort die perfekte minimalistische Wohnung, in der sich nur Sachen befinden, die ich tatsächlich brauche und will. Aber dieser Frust tritt zum Glück nur phasenweise auf und dann sehe ich wieder, wie viel ich jede Woche schaffe und wie gut es auch ist, dass ich für das ganze Aussortieren eine Weile brauche, da ich in diesem Prozess eine Menge über mich selber und mein Konsumverhalten lerne. Nachhaltige und wirksame Veränderungen brauchen eben Zeit und Geduld.

Diese Woche gab es außerdem wieder neues Lesefutter aus der Bibliothek, darunter „Habenwollen“ von Wolfgang Ulrich, welches ich mir als erstes vorgenommen habe. Es ist kein Buch, was man mal so nebenbei lesen kann, sondern sehr tiefgehend und es erfordert dementsprechende Konzentration, die mein verschnupfter Kopf diese Woche nicht an jedem Tag aufbringen konnte. Es ist aber unheimlich interessant und stößt in mir viele Gedanken an.

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(Kleiner Einblick in meinen aktuellen Stand: Hinter dem Sessel seht ihr das Bücherregal. Früher hatte ich fast 4 davon voll mit Büchern. Das ist alles, was übrig blieb. Ich finde es immer noch viel zu viel und werde nach und nach weiter reduzieren. Hinter dem Sessel verstecken sich ein paar Stofftaschen voll mit aussortieren Büchern, die ich nächste Woche zum offenen Bücherregal bringen will.)

Außerdem ist in der ganzen Ausmisterei doch mal wieder etwas „neues“ bei uns eingezogen. Ein ganz wunderbarer antiker Sessel aus grünem Samt. Ich habe ihn bei Ebay Kleinanzeigen entdeckt und mich sofort verliebt. Zudem war er sehr erschwinglich, ist super erhalten und total bequem. Dafür flog ein ganz alter Sessel, der noch ein Überbleibsel aus meinem Jugendzimmer war, raus und wurde verschenkt. 20 Minuten mit einem „Zu Verschenken“ Zettel dran vor die Haustüre gestellt und schon war er weg. Das geht hier bei uns in der Straße erstaunlich gut. Ich vermute, es liegt unter anderem daran, dass in der Straße sehr viele Studenten wohnen, die ständig ein und ausziehen. Ein paar neue Möbel für die erste WG Küche werden daher immer gerne genommen. Einen weiteren Sessel haben wir auseinandergeschraubt und platzsparend im Keller verstaut. Da muss sich noch zeigen, ob wir ihn behalten oder irgendwann weggeben werden, ich tendiere eher zu letzterem. Somit haben wir noch 2 Sessel in der Wohnung, was voll und ganz reicht. Besonders freut mich auch, dass immer und immer mehr Möbelstücke in unserer Wohnung Second Hand sind. Ich würde wohl nur noch neue Möbel kaufen wollen, wenn es gar nichts passendes gebraucht gibt. Gebrauchte Möbel sind natürlich nicht nur sehr viel umweltfreundlicher, weil sie Ressourcen sparen, man bekommt oft auch für sehr viel weniger Geld sehr viel hochwertigere Teile. Außerdem mag ich es, wenn Gegenstände Geschichten erzählen. Der neue Sessel ist aus dem Nachlass einer alten Dame und wurde von seinen Vorbesitzern nur ungerne und aus Platzgründen hergegeben. Einem Möbelstück, was schon früher geliebt und gepflegt wurde ein neues zu Hause zu geben ist für mich etwas ganz tolles.

Und damit wünsche ich dir einen schönen Start in die neue Woche!

Ein Besuch auf der SPIEL 2016 oder auch „Minimalismus VS Sammelleidenschaft“

Am Donnerstag war ich mit den liebsten Freunden zum vierten Mal in Folge auf der Brettspiel Messe in Essen. Das ist so ein Ereignis, auf das ich mich das ganze Jahr über freue. Es gibt so viel zu sehen, auszuprobieren – und natürlich auch zu kaufen. Die letzten Jahre war mein Konsumverhalten noch ziemlich anders als heute, denn mit Minimalismus beschäftige ich mich erst seit Anfang diesen Jahres. Dazu werde ich ein anderes Mal auch noch mal genauer erzählen.

Früher war mein Kaufverhalten ziemlich ausladend bis leicht wahllos. Meine Mama beschrieb es letztens mit den Worten „Wenn du früher Geld hattest, hast du immer sofort überlegt, wofür du es ausgeben kannst“. Und das kann ich nicht wirklich abstreiten. Das ich am Monatsende mal etwas übrig hatte, was ich hätte sparen können, war extrem selten – ins Minus bin ich aber nie gegangen. Seit diesem Jahr konsumiere ich enorm reduziert und deutlich seltener und lasse zudem auch noch ständig alte Sachen los und sortiere aus.

Auf der SPIEL habe ich die letzten Jahre immer ziemlich gut zugeschlagen. Dort ist man als kleiner Nerd für Brettspiele, Comics, Rollenspiele und alles was so dazu gehört aber auch im absoluten Paradies. Es gibt tolle Sachen wo man nur hinsieht, Sonderangebote, hier und da eigentlich längst vergriffene Schätzchen usw. Deswegen habe ich mich in den letzten Tagen ständig gefragt, wie das für mich dieses Jahr auf der SPIEL wird. Sehe ich die ganze Messe mit anderen Augen? Falle ich in alte Kaufmuster zurück oder kaufe ich gar nichts? Wird es mir ohne Bereitschaft so viel zu kaufen wie der Geldbeutel hergibt überhaupt noch Spaß machen?

Dieses Jahr war es dann so, dass ich etliche Stunden über die Messe gelaufen bin, ohne auch nur eine einzige Sache zu kaufen. Letztes Jahr hatte ich nach 5 Minuten schon knapp 100€ für drei Brettspiele ausgegeben – was sogar ziemlich dämlich war, da die Brettspiele schwer waren und ich sie die nächsten 7 Stunden mitschleppen musste. Dabei hätte ich sie auch am Ende kaufen können, sie waren nämlich in Massen vorhanden. Aber mein Gehirn sagte mir damals „OMG! Die willst du unbedingt haben! Kauf sie SOFORT!“ Und bei diesem Kauf blieb es natürlich nicht. Insgesamt habe ich letztes Jahr 8 Brett- oder Kartenspiele und 2 kleine Rollenspiel Regelwerke gekauft. Und davon spiele ich bis heute nur zwei wirklich gerne, die anderen waren eher überspontane Fehlkäufe bzw. überzeugten mich dann doch nicht so wie erwartet.

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Das wollte ich dieses Jahr auf jeden Fall vermeiden und obwohl ich ein bisschen eingekauft habe, lief das ganz gut. Direkt zum Anfang der Messe entdeckte ich einen Stand von Chaosium, dem amerikanischen Verleger des „Call Of Cthulhu“ Rollenspiels. Dieses Rollenspiel ist mein absoluter Liebling und das Einzige, von dem ich immer noch sage, dass ich es sammle (allerdings habe ich inzwischen absolut kein Bestreben mehr, alles davon zu besitzen, was auch besser ist. Das Rollenspiel gibt es seit über 30 Jahren und sowohl auf deutsch als auch auf englisch sind viele hundert Bücher erschienen). Dort entdeckte ich dann die Kampagnen Box „Horror on the Orient Express“, eine DER Abenteuer Kampagnen für Cthulhu überhaupt – in absolut liebevoll gemachter Neuauflage. Diese Box will ich seit etwa einem Jahr haben. Und noch dazu war sie auf der Messe so günstig, wie ich sie sonst noch nie gesehen hatte. Sonst kostete sie ca. 30-40€ mehr (ja, solche Boxen sind teuer). Ich war absolut versucht, habe die Box aber erst mal liegen lassen und noch viele weitere Stunden einfach nur geschaut und zwei Brettspiele mit den Freunden zusammen angetestet. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich auf dieser Messe außer dieser Box heute wahrscheinlich so gut wie nichts kaufen wollen würde. Es gab viele tolle Spiele zu sehen, wahrscheinlich hätte ich an 90% davon Spaß – aber immer mehr habe ich jetzt auch kritisch auf die Spiele geschaut, die mich interessierten und überlegt, ob ich sie denn auch wirklich spielen würde. Immerhin habe ich zu Hause schon eine große Sammlung, in der auch viele Spiele darauf warten, mal wieder (und auch mal mehr als 1x) gespielt zu werden. So viel Zeit habe ich dafür ja eben leider auch nicht. Viele Spiele gleichen sich von ihrem Spielsystem auch sehr und auch wenn mich vieles interessierte, gab es da nichts, was mich so begeistert hätte, dass ich es direkt mitnehmen wollte.

Ich kehrte also nach Stunden zum Chaosium Stand zurück, durfte mir die Box dann sogar ganz genau anschauen, wurde immer begeisterter, bekam gesagt, dass ich beim Kauf sogar auch noch die PDFs dazu bekommen würde (für die zahlt man sonst auch noch mal ganz schön was) – kurzum, ich habe sie dann gekauft. Und ich bin enorm glücklich damit. Für mich heißt Minimalismus auch absolut nicht, nie wieder etwas kaufen, sondern eher, mir meine Wünsche genau anschauen, prüfen, ob sie bleiben oder nur flüchtig sind, ob ich dafür etwas anderes gehen lassen kann, damit ich nicht immer mehr und mehr Dinge habe usw. Diese Box ist für mich etwas ganz besonders, was ich schon seit tatsächlich einem Jahr gerne haben wollte. Pen and Paper Rollenspiele sind zudem sogar noch knapp vor Brettspielen mein allerliebstes Hobby. Ich bin daher sehr glücklich mit der Kaufentscheidung. Und da Rollenspielbücher mit den Jahren erfahrungsgemäßg massiv im Wert steigen, hätte ich auch absolut keine Schwierigkeit, sie irgendwann wieder zu verkaufen, falls sich meine Interessen ändern sollten oder ähnliches. Jetzt freue ich mich auf jeden Fall erst mal wie ein kleines Kind über die Box.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Messe mit einem minimalistischen Blick auf die Sache genau so viel Spaß gemacht hat wie früher – vielleicht sogar noch mehr. Ich habe mir etwas gekauft, was wirklich ein Herzenswunsch war und sonst habe ich mir einfach Zeit genommen, mir alles genau anzuschauen und zwei Spiele direkt vor Ort am Herstellerstand ausprobiert und in einem Fall sogar mit dem Entwickler plaudern können, wofür ich mir in den letzten Jahren kaum Zeit genommen und mich mehr aufs kaufen fokussiert habe. Insgesamt habe ich dort 110€ für drei ausgewählte Sachen ausgegeben – für die Box, ein weiteres kleines Buch am selben Stand, welches aber deutlich günstiger war und ein Poster, ebenfalls von Cthulhu, welches ich unbedingt aufhängen möchte. Es gab bis auf das 5€ Poster keinen Spontankauf und ich habe in den letzten Jahren vermutlich bei jedem Besuch das 2-3 Fache an Geld dort gelassen und war danach keineswegs zufriedener mit meinen Einkäufen, eher weniger sogar.

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Der Vollständigkeit halber muss ich noch erwähnen, dass ich mir dann zu Hause noch über Kickstarter das Brettspiel von „This War Of Mine“ vorbestellt habe, auch auf dieses freue ich mich schon seit Monaten. Wir hatten es auf der Messe mit dem Entwickler gemeinsam spielen können und es hat mich absolut überzeugt. Es ist aber noch in der Produktionsphase und man konnte es dort daher noch nicht kaufen, sondern nur online vorbestellen. Ich weiß genau, dass ich nichts vergleichbares habe und genau so weiß ich auch schon, welches weniger geliebte Brettspiel ich dafür gehen lassen kann, so dass meine Sammlung dadurch nicht immer weiter wachsen wird.

Die SPIEL wird auch in den kommenden Jahren etwas bleiben, worauf ich mich immer wieder freue und meine minimalistische Entwicklung nimmt mir keineswegs die Freude an der ganzen Sache, sie ändert es für mich sogar in eine positivere Richtung. Ich werde mir meine liebsten Hobbys natürlich nicht wegminimalisieren und dementsprechend hier und da immer wieder neue Spiele oder Bücher kaufen, aber ich merke schon jetzt, wie ich über den Kauf deutlich länger und bewusster nachdenke und mich dann eher für ein paar wenige ausgewählte Sachen entscheide, die dann auch keine Spontan- bzw. Fehlkäufe sind, sondern Dinge, die ich ganz besonders schätze. Und wie ich zeitgleich auch so viele andere Dinge loslasse, weggebe, verkaufe, dass 2 oder 3 neue Sachen dann auch kein Problem für mich sind.

Das so zu meinen wirren Gedanken am Morgen nach der SPIEL. Falls ihr in der Nähe von Essen wohnt – sie geht noch bis Sonntag und ist einen Besuch wert. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Willkommen auf „zu den wurzeln“

Schön, dass du hergefunden hast. Dieser Blog ist für mich ein Neustart, ein neues Projekt und ein neuer Weg meine Gedanken mit der Welt zu teilen. In den letzten Jahren habe ich mal mehr und mal weniger regelmäßig auf veganwitch.de und auf zimtundzombies.de gebloggt – über Veganismus, (Natur)Kosmetik, Comics und Filme, habe meine Fotos und Rezepte geteilt und vieles mehr. Im letzten Jahr hat sich bei mir im „echten Leben“ viel getan. Ich habe mich verändert, meine Prioritäten und Interessen haben sich verändert bzw. verlagert und so fühlten sich diese beiden Blogs schon länger nicht mehr so ganz passend an. Ich hatte sehr oft weder Zeit noch Motivation, sie zu pflegen. Seit einiger Zeit wächst in mir aber immer stärker der Wunsch, wieder zu bloggen. Und das am besten auf einer ganz frischen und unberührten Seite, die ich nach und nach neu gestalten kann. Ich möchte viele Themen, die ich auch schon vorher behandelt habe mitnehmen, aber auch einige zurück lassen und neue hinzufügen. Veganismus bzw. vor allem vegane Koch- und Backrezepte werden sicherlich weiterhin immer mal wieder ihren Weg auf diese Seite finden, aber der Schwerpunkt des Blogs wird nicht mehr bei diesem Thema liegen. Der Wechsel von einem bereits bestehenden Blog hin zu einer ganz neuen Seite mag daher nicht unbedingt notwendig erscheinen, für mich fühlt es sich so aber besser, aufgeräumter an. Und gerade das Thema „loslassen“ ist ja im Bereich Minimalismus ein besonders wichtiges.

Dieser Blog soll daher ein Abbild diverser Themen sein, mit denen ich mich beschäftige. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung hin zu einem minimalistischen, reduzierten Leben ohne überflüssige materielle Güter und ohne unkritischen Konsum. Genauso gehört für mich dazu der Versuch, nachhaltig und umweltfreundlich zu leben. Durch vegane Ernährung, durch regionale, saisonale und biologische Lebensmittel, durch Verzicht auf überflüssige (Plastik)verpackungen, wo möglich. Durch den Verzicht auf unnötige, industrielle Kosmetik und Putzmittel und die Suche nach guten und praktikablen Alternativen sowie der Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln – in meinem Fall vor allem durch mein Engagement bei Foodsharing e.V. Um diese Themen wird es also vorrangig gehen, ich werde meine Gedanken, Fortschritte und Experimente dazu mit euch teilen und freue auf Austausch und Diskussionen 🙂

Für mich passen all diese Themen so gut zusammen, weil sie für mich in ihrem Kern die selbe Motivation tragen: Mit den Ressourcen unserer Erde achtsam umzugehen, der Umwelt, anderen Menschen und den Tieren durch mein Verhalten und meinen Konsum so wenig wie möglich zu schaden und auch für mich selbst und meine körperliche und seelische Gesundheit das Beste zu tun: Der Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben, auf die Menschen, die mir wichtig sind, Zeit für mich, Zeit in der Natur, gesunde Ernährung usw.

Da das aber nicht alles ist, was mich so beschäftigt, wird es hier hin und wieder auch um andere Dinge gehen. Ich bin in meinem Herzen ein ziemlicher (in Ermangelung eines besseren Wortes) Nerd und verbringe meine Freizeit am liebsten damit, mit Freunden Pen and Paper oder Brettspiele zu spielen, Computerspiele zu zocken, Horror- oder SciFi-Filme und Serien zu schauen, zu lesen oder Musik (Ich bin ein Metalhead) zu hören. Außerdem fotografiere ich sehr gerne. Auch wenn der Fokus des Blogs auf dem Thema Minimalismus/Nachhaltigkeit liegen wird, so werde ich vielleicht doch auch das eine oder andere mal über einen Film oder einen Comic plaudern – oder darüber, was es für eine Herausforderung ist, wenn man versucht, seinen Besitz zu reduzieren und zeitgleich ein ziemliches Sammler Gen vererbt bekommen hat und auf jeder Rollenspielconvention oder Brettspielemesse kurzzeitig dann doch wieder den Impuls hat ALLES zu kaufen, weil sicher alles super toll und großartig ist.

Lange Rede, kurzer Sinn – hier wird es bald wieder was zu lesen geben. Wie regelmäßig, das kann ich gerade noch nicht sagen, da ich seit diesem Jahr erstmals „so richtig“ berufstätig und nicht mehr hauptsächlich Studentin bin und der Blog eben nur eines von vielen Hobbys sein wird, für den ich mal mehr und mal weniger Zeit und Energie haben werde. Aber wie immer gilt – ich werde mir Mühe geben, eine gewisse Regelmäßigkeit aufrecht zu erhalten.

Und damit danke ich euch fürs vorbeischauen und lesen – bis ganz bald!

Vegane Pistazien-Zartbitter Cookies mit Meersalz

[Reupload von Veganwitch.de]

Diese Cookies schmecken tatsächlich genau so großartig, wie sie sich anhören <3 Beim zweiten Versuch habe ich das Rezept noch ein wenig optimiert und tatsächlich wunderbar weiche, saftige Cookies mit einem tollen, leicht salzigen Nachgeschmack hinbekommen, die nun auch im Gegensatz zu Versuch #1 optisch etwas hermachen. Definitiv eines meiner neuen Lieblingsrezepte, weil sie so schnell gemacht sind und die Kombination aus Schokolade, Pistazien und Salz einfach alles kann <3

Für 24 Cookies brauchen wir:

350g Mehl
260g Zucker
125ml Sonnenblumenöl
1/2 TL Meersalz
80ml Sojamilch
2 Tl Backpulver
100g vegane Zartbitterschokolade
1 große Hand voll Pistazien (ohne Schale)
Meersalz zum Bestreuen

Die Pistazien schälen und zusammen mit der Schokolade grob hacken. In einer Schüssel alle anderen Zutaten zu einem Teig rühren und die Schokolade und die Pistazien hineinkneten.
Aus dem Teig 24 Bällchen formen und auf dem Backblech zu Cookies flachdrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 185° ca. 20 Minuten backen (meine Cookies sind relativ groß geworden und mein Ofen ist schon etwas älter und hat nicht ganz so viel Power, wenn ihr kleinere Cookies macht oder einen leistungsstärkeren Ofen habt, müsst ihr die Zeit vielleicht etwas reduzieren).
Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und sofort jeden Cookie ganz vorsichtig mit einer kleinen Prise Meersalz bestreuen, die Teigoberfläche sollte dann noch etwas weich sein, sodass das Salz ein bisschen einziehen kann. Hierbei müsst ihr einfach schauen, wie salzig ihr es mögt, ich finde diesen salzigen Nachgeschmack der Cookies absolut genial <3

Viel Spaß beim Backen!

 

Vegane Haselnuss-Vanillekipferl

[Reupload von Veganwitch.de]
Vanillekipferl werden traditionell mit gemahlenen Mandeln gebacken – ich nehme in diesem Fall aber Haselnüsse – einfach, weil es genau so gut funktioniert und ich Haselnüsse liebe. Diese kleine Abwandlung hat gut geklappt und heraus kam dieses simple Rezept für etwa ein Blech voll Kipferl (bei mir waren es etwa 45 Stück)

Für den Teig:

  • 80g Dinkelvollkornmehl
  • 70 helles Dinkelmehl (ihr könnt den Teig natürlich auch komplett mit Vollkornmehl backen oder Weizenmehl nehmen, das ist letztendlich Geschackssache)
  • Das ausgekratzte Mark einer ganzen Vanilleschote (Trust me, das macht wirklich den Unterschied aus! Dieser fertig zu kaufende Vanillezucker ist meiner Meinung nach nix. Was noch ganz gut geht, ist selbst gemachter, der lange mit Schoten im Glas gelagert oder sogar mit ihnen vermahlen wurde – aber die Schoten sind unvergleichbar und lohnen sich wirklich – ich bestelle meine übrigens immer im Internet und zahle ca. 50 Cent pro Schote – das ist noch zu verkraften.)
  • 120g Alsan Margarine
  • 1 gestrichener Esslöffel Kartoffelmehl
  • 1 Prise Salz
  • 75g am besten frisch gemahlene (schmeckt einfach am besten!) Haselnüsse
  • 35g Puderzucker

Für das “Topping”:

  • Noch eine Vanilleschote
  • ~40g Puderzucker

Alle Zutaten für den Teig zusammen verkneten. Ich mache das mit den Händen, wenn ihr den Luxus einer Küchenmaschine habt, dann nehmt die. Aber auch mit den Händen ist das keine große Sache und in ein paar Minuten ist der Teig fertig und kann in eine Tupperdose gepackt werden (oder in Frischhaltefolie gewickelt werden, aber ich bevorzuge die Müll-freie Variante) und für eine Stunde im Kühlschrank schlafen.

In der Zeit kann man schon mal den Puderzucker für das Topping sieben und mit dem Mark der Vanilleschote gründlich verrühren.

Hat der Teig lange genug geruht, nehmt ihr euch immer ein Stückchen davon und rollt es, am besten auf einer bemehlten Unterlage zu langen „Würsten“, von denen ihr dann kleine Stückchen abschneidet und sie zwischen den Handflächen ebenfalls in „Würstchenform“ bringt und danach (z.B. mit Daumen und Zeigefinger) in die runde Kipferlform biegt. Die Kipferl landen dann alle auf einem Backblech (ich benutze immer Backpapier!) und kommen bei 175°C für etwa 12-13 Minuten bei Ober-&Unterhitze in den Ofen.

Wenn die Kipferl fertig sind, sollte man sie sofort mit dem Puderzucker-Vanille-Gemisch bestäuben. Ich mache das gerne mit einem sehr feinmaschigen Sieb. Danach kann man sich entweder direkt, wenn sie noch warm sind auf sie stürzen, weil sie natürlich genau jetzt am allerbesten schmecken und einfach darauf pfeifen, dass man gleich wahrscheinlich Bauchschmerzen haben wird. Man kann sie aber auch abkühlen lassen, in gut schließenden Tupper- oder Keksdosen aufbewahren und zu Weihnachten verschenken.

Das Formen der Kipferl ist ein wenig zeitaufwändig – ich hab´s mir dabei aber gestern Abend gemütlich gemacht und das Backblech einfach mit ins Bett genommen und dabei auf Netflix “Morgen Findus wird´s was geben” geschaut. 😀 Der Rest des Rezeptes ist aber super easy und man bekommt wirklich super leckere Kipferl dabei heraus, die durch den recht hohen Anteil an hochwertiger Vanille und die Haselnüsse wirklich ganz toll und intensiv schmecken.

DIY Orangen-Reiniger – Günstig, umweltfreundlich und (fast) plastikfrei

[Reupload von Veganwitch.de]

Heute habe ich heute ein ganz, ganz simples und einfaches DIY Rezept für euch.

Ihr braucht zunächst ein wenig Essig – ich habe eine Flasche Essigessenz gekauft, weil der Haushaltsessig im Supermarkt nur in Plastikflaschen zu bekommen war. Die Essigessenz gab es in einer Glasflasche – aus Plastik ist da nur der Deckel. Wenn ihr Haushaltsessig nehmt, müsst ihr den nicht weiter verdünnen, aber Essigessenz würde ich mit der 4 oder 5-fachen Menge Wasser strecken.

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Außerdem braucht ihr einige Orangen. Oder eher gesagt, die Schale davon. Die bewahrt ihr einfach auf, wenn ihr die Orangen esst und sammelt sie in einem großen, gut verschließbaren Glas. Ich habe in ein Glas, welches etwas mehr als einen Liter fasst, die Schale von 4 Orangen gegeben und danach alles mit dem Essig aufgefüllt. Und damit seid ihr dann auch schon fertig. Die Mischung muss jetzt etwa 2 Wochen ziehen. Währenddessen wird die Flüssigkeit immer orangefarbener. Ich schüttle das Glas ab und zu etwas, aber mehr muss man wirklich nicht tun. Danach kann man den selbstgemachten Orangenreiniger einfach in eine kleine Sprühflasche (die man vielleicht von Kosmetikprodukten noch übrig hatte) umfüllen und losputzen. Perfekt für den wilden Frühjahrsputz und dabei auch noch umweltfreundlich und nachhaltig 😉

Habt einen schönen Sonntag und genießt das wunderschöne Wetter!

Schnelles Kürbiskern-Vollkornbrot

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Brot backen ist super! Das habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt. So gerne ich ja auch schon seit vielen Jahren Kuchen, Cookies & Co backe – Brote waren für mich lange ein rotes Tuch, weil das selten so wurde, wie ich es mir vorgestellt hatte. Inzwischen habe ich mich aber, durchs vorsichtige herantasten über Brotrezepte, die wirklich idiotensicher sind, doch dafür begeistern können und besitze seit letztem Jahr auch eine tolle kleine Getreidemühle, die mir aber nicht nur zum backen, sondern auch für meine Bratlinge aus Grünkernschrot treue Dienste leistet.

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Heute will ich ein ganz, ganz simples, schnelles und auch für AnfängerInnen (wie mich^^) geeignetes Rezept zeigen.
Es gibt Kürbiskernbrot mit Weizenvollkornmehl.

Für einen kleinen Laib brauchen wir:

~450g Weizen (oder die entsprechende Menge Vollkornmehl, falls ihr nicht selber mahlt)
~10g Salz
2/3 Würfel frische Hefe
~260ml lauwarmes Wasser
1 TL Zucker
150g Kürbiskerne + ein paar zum Bestreuen

Die Hefe mit dem Zucker im Wasser unter Rühren auflösen und ein paar Minuten warten, bis sich ein wenig Schaum gebildet hat und man sehen kann, dass die Hefe angefangen hat zu arbeiten.
Das Mehl mit dem Salz und den Kürbiskernen in eine Schüssel geben und mit der Hefe-Wasser Mischung zu einem Teig kneten. Ich mache das am liebsten mit den Händen. Im Idealfall wirklich ein paar Minuten gründlich kneten, die Hefe braucht das 😉

Dann den Teig an einen warmen Ort stellen und eine gute Stunde gehen lassen. Ist er dann schon sichtlich aufgegangen, den Teig nochmals kneten und ein Gärkörbchen oder eine andere geeignete Form am Boden etwas einmehlen und mit ein paar Kürbiskernen bestreuen. Darauf dann den Teig geben, diesen einigermaßen glatt drücken und zugedeckt nochmals eine Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 250° vorheizen und den Laib auf ein Backblech (oder besser noch einen Pizzastein) legen. Die Temperatur auf 190° herunterschalten und das Brot je nach Leistung eures Ofens ~50-60 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn ihr auf die Unterseite klopft und es etwas hohl klingt. Nun müsst ihr es nur noch aus dem Ofen holen, es etwas auskühlen lassen und am besten sofort mit leckerem Aufstrich futtern. Viel Spaß beim Backen! <3

Faultierbrötchen

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Die einfachsten Brötchen der Welt. Und dazu natürlich noch vegan und Zero Waste freundlich (sprich: Alle Zutaten sind theoretisch verpackungs- oder zumindest plastikfrei erhältlich).

Diese Brötchen sind eine Abwandlung meines Faultierbrotes, welches ich seit mittlerweile mehreren Jahren immer wieder backe, weil es einfach so schnell geht und gleichzeitig so lecker wird. Die Brötchen unterscheiden sich von meinem Brotrezept eigentlich nur in der Wassermenge. Ich glaube, das Brot habe ich tatsächlich auch noch nicht verbloggt. Wird bald nachgeholt

Die Art von Rezept für Menschen, denen Brote und Brötchen vorher immer misslungen sind – dieses Rezept ist so einfach, ihr müsst dafür nicht mal vom Baum runterklettern, es lässt sich auch kopfüber vom Ast hängend in wenigen Minuten auf´s Blech hauen.

Wir brauchen:

  • 500g Mehl. Ich empfehle 250g Vollkornmehl und 250g etwas helleres Mehl – reines Vollkornmehl ist für die Hefe schwerer “anzuheben”. Aber ganz nach Faultiermanier könnt ihr das eigentlich auch machen, wie ihr wollt. Ihr könnt auch nur Vollkornmehl nehmen oder nur helles. Und es geht eigentlich auch jede zum Brotbacken gängige Getreidesorte. Dass sich durch Variationen hier letzlich auch Geschmack und eventuell auch Konsistenz und Wassermenge ändern können, ist vermutlich klar.
  • 10g Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe. (Ich nehme sonst immer frische Hefe, das geht bestimmt auch. Im Bioladen gibt es die in Papier verpackt. Dort kam ich aber gestern morgen als ich backen wollte gerade nicht hin und die in Alufolie(?) verpackte konventionelle wollte ich nicht kaufen. Trockenhefe hatte ich noch da. Die ist nur in meinem Bioladen in Papier verpackt und ohne Plastikumverpackung.)
  • 1-2 TL Zucker/Agavendicksaft oder irgendwas anderes aus Zucker
  • 1 EL Weißweinessig
  • Samen/Körner/Nüsse/Flocken nach Wahl. Die Menge ist euch überlassen, ihr solltet halt nur nicht damit eskalieren. Ich hatte dieses Mal nur ein paar Chiasamen.
  • Etwa 350ml warmes, nicht heißes! Wasser. Je nachdem, was für Mehl ihr wählt, müsst ihr eventuell mehr oder weniger nehmen.

Die Hefe mit dem Zucker im Wasser auflösen und das Gemisch ca. 5 Minuten stehen lassen. In der Zeit könnt ihr den Rest vorbereiten oder, falls ihr ein Faultier seid, schlafen.
Mehl, Salz und Flocken/whatever und Essig in einer Schüssel mischen und die Hefe-Flüssigkeit hinzugeben. Alles mit einem Löffel 1-2 Minuten zu einem Teig verrühren. Er sollte am Ende noch leicht klebrig, aber auf keinen Fall zu flüssig sein.
Nehmt euch ein Backblech mit Backpapier oder fettet es ein. Formt aus dem Teig kleine Kugeln. Bei mir wurden es 8 Stück. Sie sollten einfach einigermaßen gleich groß sein, aber ihr müsst keine Wissenschaft daraus machen. Am besten streut ihr euch in eine Ecke des Blechs ein wenig Mehl und wendet die Kugeln noch mal darin, dann könnt ihr sie jeweils noch mal kurz kneten und dann einfach in eine Brötchen-ähnliche Form bringen – ich hab sie einfach relativ rund, aber nicht zu hoch gemacht. Verteilt die Brötchen gleichmäßig auf dem Blech und schiebt es dann in den faultiermäßig nicht vorgeheizten Ofen. Stellt den Ofen auf 200 Grad Celsius und Ober- & Unterhitze und lasst die Brötchen, je nachdem wie flott euer Ofen ist, 25-35 Minuten backen. Mein Ofen ist schon etwas älter und hat nicht so viel Power, er hat 35 Minuten gebraucht. Wenn die Brötchen fest sind und hohl klingen, wenn ihr auf die Unterseite klopft, sind sie fertig.

Das ging doch jetzt wirklich schnell und einfach oder? Kein großes “Teig kneten, Teig ruhen lassen, wieder kneten, wieder ruhen lassen” und kein “Backofen vorheizen”. Fauler geht´s nicht mehr!

Ich esse die Brötchen am liebsten mit Avocado und etwas Kräutersalz, aber da passt wirklich alles zu. Also ab in die Küche und Guten Appetit!