Vegane Pistazien-Zartbitter Cookies mit Meersalz

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Diese Cookies schmecken tatsächlich genau so großartig, wie sie sich anhören <3 Beim zweiten Versuch habe ich das Rezept noch ein wenig optimiert und tatsächlich wunderbar weiche, saftige Cookies mit einem tollen, leicht salzigen Nachgeschmack hinbekommen, die nun auch im Gegensatz zu Versuch #1 optisch etwas hermachen. Definitiv eines meiner neuen Lieblingsrezepte, weil sie so schnell gemacht sind und die Kombination aus Schokolade, Pistazien und Salz einfach alles kann <3

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Für 24 Cookies brauchen wir:

350g Mehl
260g Zucker
125ml Sonnenblumenöl
1/2 TL Meersalz
80ml Sojamilch
2 Tl Backpulver
100g vegane Zartbitterschokolade
1 große Hand voll Pistazien (ohne Schale)
Meersalz zum Bestreuen

Die Pistazien schälen und zusammen mit der Schokolade grob hacken. In einer Schüssel alle anderen Zutaten zu einem Teig rühren und die Schokolade und die Pistazien hineinkneten.
Aus dem Teig 24 Bällchen formen und auf dem Backblech zu Cookies flachdrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 185° ca. 20 Minuten backen (meine Cookies sind relativ groß geworden und mein Ofen ist schon etwas älter und hat nicht ganz so viel Power, wenn ihr kleinere Cookies macht oder einen leistungsstärkeren Ofen habt, müsst ihr die Zeit vielleicht etwas reduzieren).
Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und sofort jeden Cookie ganz vorsichtig mit einer kleinen Prise Meersalz bestreuen, die Teigoberfläche sollte dann noch etwas weich sein, sodass das Salz ein bisschen einziehen kann. Hierbei müsst ihr einfach schauen, wie salzig ihr es mögt, ich finde diesen salzigen Nachgeschmack der Cookies absolut genial <3

Viel Spaß beim Backen!

 

Vegane Haselnuss-Vanillekipferl

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Vanillekipferl werden traditionell mit gemahlenen Mandeln gebacken – ich nehme in diesem Fall aber Haselnüsse – einfach, weil es genau so gut funktioniert und ich Haselnüsse liebe. Diese kleine Abwandlung hat gut geklappt und heraus kam dieses simple Rezept für etwa ein Blech voll Kipferl (bei mir waren es etwa 45 Stück)

Für den Teig:

  • 80g Dinkelvollkornmehl
  • 70 helles Dinkelmehl (ihr könnt den Teig natürlich auch komplett mit Vollkornmehl backen oder Weizenmehl nehmen, das ist letztendlich Geschackssache)
  • Das ausgekratzte Mark einer ganzen Vanilleschote (Trust me, das macht wirklich den Unterschied aus! Dieser fertig zu kaufende Vanillezucker ist meiner Meinung nach nix. Was noch ganz gut geht, ist selbst gemachter, der lange mit Schoten im Glas gelagert oder sogar mit ihnen vermahlen wurde – aber die Schoten sind unvergleichbar und lohnen sich wirklich – ich bestelle meine übrigens immer im Internet und zahle ca. 50 Cent pro Schote – das ist noch zu verkraften.)
  • 120g Alsan Margarine
  • 1 gestrichener Esslöffel Kartoffelmehl
  • 1 Prise Salz
  • 75g am besten frisch gemahlene (schmeckt einfach am besten!) Haselnüsse
  • 35g Puderzucker

Für das “Topping”:

  • Noch eine Vanilleschote
  • ~40g Puderzucker

Alle Zutaten für den Teig zusammen verkneten. Ich mache das mit den Händen, wenn ihr den Luxus einer Küchenmaschine habt, dann nehmt die. Aber auch mit den Händen ist das keine große Sache und in ein paar Minuten ist der Teig fertig und kann in eine Tupperdose gepackt werden (oder in Frischhaltefolie gewickelt werden, aber ich bevorzuge die Müll-freie Variante) und für eine Stunde im Kühlschrank schlafen.

In der Zeit kann man schon mal den Puderzucker für das Topping sieben und mit dem Mark der Vanilleschote gründlich verrühren.

Hat der Teig lange genug geruht, nehmt ihr euch immer ein Stückchen davon und rollt es, am besten auf einer bemehlten Unterlage zu langen „Würsten“, von denen ihr dann kleine Stückchen abschneidet und sie zwischen den Handflächen ebenfalls in „Würstchenform“ bringt und danach (z.B. mit Daumen und Zeigefinger) in die runde Kipferlform biegt. Die Kipferl landen dann alle auf einem Backblech (ich benutze immer Backpapier!) und kommen bei 175°C für etwa 12-13 Minuten bei Ober-&Unterhitze in den Ofen.

Wenn die Kipferl fertig sind, sollte man sie sofort mit dem Puderzucker-Vanille-Gemisch bestäuben. Ich mache das gerne mit einem sehr feinmaschigen Sieb. Danach kann man sich entweder direkt, wenn sie noch warm sind auf sie stürzen, weil sie natürlich genau jetzt am allerbesten schmecken und einfach darauf pfeifen, dass man gleich wahrscheinlich Bauchschmerzen haben wird. Man kann sie aber auch abkühlen lassen, in gut schließenden Tupper- oder Keksdosen aufbewahren und zu Weihnachten verschenken.

Das Formen der Kipferl ist ein wenig zeitaufwändig – ich hab´s mir dabei aber gestern Abend gemütlich gemacht und das Backblech einfach mit ins Bett genommen und dabei auf Netflix “Morgen Findus wird´s was geben” geschaut. 😀 Der Rest des Rezeptes ist aber super easy und man bekommt wirklich super leckere Kipferl dabei heraus, die durch den recht hohen Anteil an hochwertiger Vanille und die Haselnüsse wirklich ganz toll und intensiv schmecken.

Schnelles Kürbiskern-Vollkornbrot

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Brot backen ist super! Das habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt. So gerne ich ja auch schon seit vielen Jahren Kuchen, Cookies & Co backe – Brote waren für mich lange ein rotes Tuch, weil das selten so wurde, wie ich es mir vorgestellt hatte. Inzwischen habe ich mich aber, durchs vorsichtige herantasten über Brotrezepte, die wirklich idiotensicher sind, doch dafür begeistern können und besitze seit letztem Jahr auch eine tolle kleine Getreidemühle, die mir aber nicht nur zum backen, sondern auch für meine Bratlinge aus Grünkernschrot treue Dienste leistet.

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Heute will ich ein ganz, ganz simples, schnelles und auch für AnfängerInnen (wie mich^^) geeignetes Rezept zeigen.
Es gibt Kürbiskernbrot mit Weizenvollkornmehl.

Für einen kleinen Laib brauchen wir:

~450g Weizen (oder die entsprechende Menge Vollkornmehl, falls ihr nicht selber mahlt)
~10g Salz
2/3 Würfel frische Hefe
~260ml lauwarmes Wasser
1 TL Zucker
150g Kürbiskerne + ein paar zum Bestreuen

Die Hefe mit dem Zucker im Wasser unter Rühren auflösen und ein paar Minuten warten, bis sich ein wenig Schaum gebildet hat und man sehen kann, dass die Hefe angefangen hat zu arbeiten.
Das Mehl mit dem Salz und den Kürbiskernen in eine Schüssel geben und mit der Hefe-Wasser Mischung zu einem Teig kneten. Ich mache das am liebsten mit den Händen. Im Idealfall wirklich ein paar Minuten gründlich kneten, die Hefe braucht das 😉

Dann den Teig an einen warmen Ort stellen und eine gute Stunde gehen lassen. Ist er dann schon sichtlich aufgegangen, den Teig nochmals kneten und ein Gärkörbchen oder eine andere geeignete Form am Boden etwas einmehlen und mit ein paar Kürbiskernen bestreuen. Darauf dann den Teig geben, diesen einigermaßen glatt drücken und zugedeckt nochmals eine Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 250° vorheizen und den Laib auf ein Backblech (oder besser noch einen Pizzastein) legen. Die Temperatur auf 190° herunterschalten und das Brot je nach Leistung eures Ofens ~50-60 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn ihr auf die Unterseite klopft und es etwas hohl klingt. Nun müsst ihr es nur noch aus dem Ofen holen, es etwas auskühlen lassen und am besten sofort mit leckerem Aufstrich futtern. Viel Spaß beim Backen! <3

Faultierbrötchen

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Die einfachsten Brötchen der Welt. Und dazu natürlich noch vegan und Zero Waste freundlich (sprich: Alle Zutaten sind theoretisch verpackungs- oder zumindest plastikfrei erhältlich).

Diese Brötchen sind eine Abwandlung meines Faultierbrotes, welches ich seit mittlerweile mehreren Jahren immer wieder backe, weil es einfach so schnell geht und gleichzeitig so lecker wird. Die Brötchen unterscheiden sich von meinem Brotrezept eigentlich nur in der Wassermenge. Ich glaube, das Brot habe ich tatsächlich auch noch nicht verbloggt. Wird bald nachgeholt

Die Art von Rezept für Menschen, denen Brote und Brötchen vorher immer misslungen sind – dieses Rezept ist so einfach, ihr müsst dafür nicht mal vom Baum runterklettern, es lässt sich auch kopfüber vom Ast hängend in wenigen Minuten auf´s Blech hauen.

Wir brauchen:

  • 500g Mehl. Ich empfehle 250g Vollkornmehl und 250g etwas helleres Mehl – reines Vollkornmehl ist für die Hefe schwerer “anzuheben”. Aber ganz nach Faultiermanier könnt ihr das eigentlich auch machen, wie ihr wollt. Ihr könnt auch nur Vollkornmehl nehmen oder nur helles. Und es geht eigentlich auch jede zum Brotbacken gängige Getreidesorte. Dass sich durch Variationen hier letzlich auch Geschmack und eventuell auch Konsistenz und Wassermenge ändern können, ist vermutlich klar.
  • 10g Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe. (Ich nehme sonst immer frische Hefe, das geht bestimmt auch. Im Bioladen gibt es die in Papier verpackt. Dort kam ich aber gestern morgen als ich backen wollte gerade nicht hin und die in Alufolie(?) verpackte konventionelle wollte ich nicht kaufen. Trockenhefe hatte ich noch da. Die ist nur in meinem Bioladen in Papier verpackt und ohne Plastikumverpackung.)
  • 1-2 TL Zucker/Agavendicksaft oder irgendwas anderes aus Zucker
  • 1 EL Weißweinessig
  • Samen/Körner/Nüsse/Flocken nach Wahl. Die Menge ist euch überlassen, ihr solltet halt nur nicht damit eskalieren. Ich hatte dieses Mal nur ein paar Chiasamen.
  • Etwa 350ml warmes, nicht heißes! Wasser. Je nachdem, was für Mehl ihr wählt, müsst ihr eventuell mehr oder weniger nehmen.

Die Hefe mit dem Zucker im Wasser auflösen und das Gemisch ca. 5 Minuten stehen lassen. In der Zeit könnt ihr den Rest vorbereiten oder, falls ihr ein Faultier seid, schlafen.
Mehl, Salz und Flocken/whatever und Essig in einer Schüssel mischen und die Hefe-Flüssigkeit hinzugeben. Alles mit einem Löffel 1-2 Minuten zu einem Teig verrühren. Er sollte am Ende noch leicht klebrig, aber auf keinen Fall zu flüssig sein.
Nehmt euch ein Backblech mit Backpapier oder fettet es ein. Formt aus dem Teig kleine Kugeln. Bei mir wurden es 8 Stück. Sie sollten einfach einigermaßen gleich groß sein, aber ihr müsst keine Wissenschaft daraus machen. Am besten streut ihr euch in eine Ecke des Blechs ein wenig Mehl und wendet die Kugeln noch mal darin, dann könnt ihr sie jeweils noch mal kurz kneten und dann einfach in eine Brötchen-ähnliche Form bringen – ich hab sie einfach relativ rund, aber nicht zu hoch gemacht. Verteilt die Brötchen gleichmäßig auf dem Blech und schiebt es dann in den faultiermäßig nicht vorgeheizten Ofen. Stellt den Ofen auf 200 Grad Celsius und Ober- & Unterhitze und lasst die Brötchen, je nachdem wie flott euer Ofen ist, 25-35 Minuten backen. Mein Ofen ist schon etwas älter und hat nicht so viel Power, er hat 35 Minuten gebraucht. Wenn die Brötchen fest sind und hohl klingen, wenn ihr auf die Unterseite klopft, sind sie fertig.

Das ging doch jetzt wirklich schnell und einfach oder? Kein großes “Teig kneten, Teig ruhen lassen, wieder kneten, wieder ruhen lassen” und kein “Backofen vorheizen”. Fauler geht´s nicht mehr!

Ich esse die Brötchen am liebsten mit Avocado und etwas Kräutersalz, aber da passt wirklich alles zu. Also ab in die Küche und Guten Appetit!

Seitan Aufschnitt / Bratenrolle aus dem Glas

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Es ist ja nicht so, als bräuchte man als vegan essender Mensch unbedingt Wurstalternativen. Man kann schließlich so viele tolle andere Sachen auf dem Brot essen. Aufstriche, Avocados, Marmeladen… Fakt ist aber: Veganer Aufschnitt schmeckt einfach sehr gut.
Zur Zeit versuche ich ja so gut wie möglich, mein Leben müll-freier zu gestalten und keine verpackten oder zumindest keine in Plastik verpackten Lebensmittel mehr zu kaufen. Damit fallen natürlich alle veganen Aufschnitte, Bratlinge usw. weg. Ich will mich noch nicht soweit festlegen, dass ich diese Produkte nie wieder kaufen bzw. essen werde, aber ich will, das ist zumindest mein aktueller Stand, doch versuchen, sie so oft wie möglich zu meiden und wenn ich dann mal Appetit auf Seitanprodukte habe, diese einfach selber zu machen.

Deswegen habe ich mir vor ein paar Tagen Weck-Gläser gekauft. In denen kann man nämlich ganz wunderbar Seitan im Ofen backen. Bisher habe ich Seitan hier und da auch schon müllfrei in einer Auflaufform und im Sud gebacken, oft genug kam aber auch Alufolie und Gefrierbeutel zum Einsatz und gerade das will ich ja vermeiden. Die Weck Gläser finde ich total schön – es reichen aber natürlich auch ganz normale Sturzgläser – also solche, die oben nicht enger werden und aus denen man den fertigen Seitan dann einfach herausholen kann.

In diesen Gläsern könnt ihr natürlich sämtliche Arten von Seitan-Aufschnitten oder Bratenrollen backen. Ich teile heute das erste Rezept mit euch, das ich in diesen Gläsern ausprobiert habe. Eine deftig gewürzte Seitan-Rolle mit Pastinake und Zwiebeln. In der nächsten Zeit werde ich ganz sicher noch weitere Rezepte ausprobieren und diese mit euch teilen, falls sie mir gelingen 😀

Für 2 Seitan Rollen (sie haben meine beiden 500ml Weckgläser jeweils zu etwa 2/3 ausgefüllt) brauchen wir:

  • ~240g Glutenpulver (wir haben uns vor einer ganzen Weile mal einen 25kg Sack Seitan zugelegt, von dem zehren wir natürlich immer noch. Der Sack ist zum Glück aus Papier und eben ein Großgebinde und damit Zero Waste freundlich. Wenn ihr kein plastikfrei verpacktes Glutenpulver findet, es aber trotzdem Zero Waste sein soll, könnt ihr den Seitan natürlich auch aus Mehl auswaschen. Dafür gibt es diverse gute Anleitungen im Internet, ich selber habe es aber noch nie gemacht
  • 30g Hefeflocken
  • 1 kleine Pastinake (~100-120g) (oder anderes Gemüse, was euch halt so schmeckt oder was ihr da habt)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 frische Knoblauchzehe
  • 2 TL Majoran
  • 2 TL Bohnenkraut
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1-2 TL Curry oder Ras El Hanout
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL grober Senf
  • 2 EL Sojasauce
  • ~250ml Brühe
  • 4 EL Sonnenblumenöl

Hierzu kurz ein paar Anmerkungen zum Thema Zero Waste: Ich habe alle Zutaten entweder lose, in Papier oder in Gläsern kaufen können. Tomatenmark, Senf und Gewürze gibt es in kleinen Gläsern zu kaufen (Die Gewürze z.B. in türkischen Lebensmittelläden!), Hefeflocken gibt es von manchen Marken nur in Papier verpackt, Seitan siehe oben, Brühe machen wir immer selber, kochen dafür frisches Gemüse aus und füllen die Brühe in Flaschen und kochen diese ab, sie halten sich dann eine ganze Weile – schmeckt auch 500x besser als gekörnte Brühe! Öl und Sojasauce gibt es auch in Flaschen zu kaufen und in manchen Läden auch zum Abfüllen vom Fass. Dieses Rezept ist also zumindest theoretisch ohne Plastik und wenn man entsprechende Einkaufsmöglichkeiten hat wirklich Zero Waste machbar.

Gluten, Hefeflocken und Gewürze in einer Schüssel mischen. Pastinake, Zwiebel und Koblauch so fein wie möglich hacken und ebenfalls in die Schüssel geben. Brühe, Öl, Sojasauce, Tomatenmark und Senf zusammenrühren, alles zu den trockenen Zutaten geben und möglichst rasch zu einem Seitan-Teig kneten. Dafür ruhig 2-3 Minuten investieren. Den Teig dann auf die Gläser aufteilen, am besten den Deckel (falls ihr Weckgläser mit Glasdeckeln benutzt) locker oben auflegen, dann wird der Seitan von oben nicht so schnell zu dunkel. Die Gläser in den Ofen stellen und diesen jetzt auf 180°C und Ober&Unterhitze schalten und das ganze ca. eine Stunde backen. Wenn der Seitan dann noch zu weich ist, lasst ihn noch etwas länger garen, jeder Ofen ist anders. Wenn er fertig ist, den Seitan aus den Gläsern stürzen (ohne sich die Finger zu verbrennen!) und abkühlen lassen. Der Seitan lässt sich gut in dünne Scheiben schneiden (ich habe eine Brotschneidemaschine, damit geht das wunderbar, aber ein Messer tut es auch), kann aber auch in dickere Scheiben geschnitten und als Bratling gegessen werden. Ich habe eine der Rollen direkt in einem sauberen Stoffbeutel eingefroren, die andere bewahre ich für ein paar Tage im geschlossenen Weckglas im Kühlschrank auf.

Der Aufschnitt macht sich natürlich besonders gut auf den Faultierbrötchen 😉

Lasst es euch schmecken!

Walnussbrötchen

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Die Brot- und Brötchenbäckerei geht weiter. Zur Zeit habe ich daran extrem viel Spaß und noch ganz viele Ideen im Kopf, die ich ausprobieren will.

Es freut mich, dass die Faultierbrötchen so gut bei euch ankamen! Ich finde es geht doch nichts über Rezepte, die man selbst komplett unvorbereitet, faul und müde noch hinbekommt 😀

Die heutigen Brötchen sind auch super, super lecker und machen gar nicht so viel Arbeit – brauchen aber ein wenig Zeit, weil der Teig über Nacht gehen muss. Dafür haben sie aber auch eine besonders schöne Textur. Für ein besonderes Frühstück einfach perfekt.

Für 8 Walnussbrötchen brauchen wir:

    • 200g Weizenvollkornmehl
    • 200g Dinkelmehl
    • 10g frische Hefe (den Rest vom Hefewürfel kann man gut einfrieren, so verschwendet man nichts – im Kühlschrank schimmelt mir Hefe leider immer recht schnell weg)
    • 100g Walnüsse
    • 12g Salz
    • 20g Agavendicksaft
    • 280g Wasser

Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten und leicht abkühlen lassen. Alle anderen Zutaten zusammen rühren und zu einem Teig kneten. Die Walnüsse einarbeiten. Die Schüssel mit dem Teig abdecken, an einen warmen Ort stellen (bei mir war´s neben der Heizung) und etwa 12 Stunden über Nacht gehen lassen.
Am Morgen den Teig noch mal ordentlich für mehrere Minuten kneten und weiteres Mehl einarbeiten bis er nicht mehr klebt (das können schon noch mal so gut 50g sein, ich gehe da aber eher immer nach Gefühl und messe das nicht ab). Dann 8 Teiglinge abstechen und zu Brötchen formen. Die Brötchen (z.B. im auf 50°C vorgeheizten und dann wieder ausgeschalteten Backofen) noch mal eine gute Stunde zugedeckt gehen lassen. Den Backofen dann auf 225°C vorheizen (die Brötchen natürlich vorher rausnehmen) und die Brötchen etwa 20 Minuten ausbacken. Am besten eine hitzebeständige Schale Wasser mit aufs Blech stellen.

Für die Zero Waste BäckerInnen unter euch: Walnüsse bekommt man (wenn man keinen Unverpackt Laden in der Nähe hat) oft in Bioläden, kleinen Obst- und Gemüseläden oder ethnischen Gemüseläden lose zu kaufen. Im Bioladen gibt es frische Hefe in Papier und nicht in Folie verpackt. Und Agavendicksaft gibt es auch im Glas zu kaufen, kann aber natürlich auch durch eine andere Zuckerart ersetzt werden. Salz und Mehl bekommt man ja zum Glück gut in Papier verpackt.

Lasst es euch schmecken! <3

Gefüllter Seitan-Braten für´s vegane Ostermenü

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Die Frühlings-Tagundnachtgleiche und damit auch das keltische Fest Ostara sind gerade vorüber, nun steht Ostern vor der Tür. Überall in der Natur sprießen die Knospen, wachsen die ersten Gänseblümchen, fliegen wieder die Hummeln. Ich liebe diese Jahreszeit sehr, zur Zeit bin ich, auch wenn es oft noch gar nicht besonders warm ist, praktisch täglich draußen in der Natur unterwegs und genieße diese Zeit des Wachsens und des Neuanfangs total.

Auch in der Küche geht es bei mir gerade sehr frühlingshaft zu. Ich kriege gar nicht genug von frischem, rohen Gemüse und die grünen Smoothies sind nach wie vor Bestandteil meines täglichen Speiseplans. Da Ostern ja hierzulande doch von sehr vielen Leuten gefeiert wird – in welcher Form auch immer und egal ob christlich oder (wie ich^^) nicht, habe ich heute ein Rezept für einen sehr leckeren und einfachen Seitanbraten mitgebracht, der auf verschiedenste Art gefüllt werden kann. Für alle, die eine tierleidfreie und leckere Alternative zum verdammt unveganen Osterlamm suchen, quasi 😉

Wir brauchen:
340g Glutenpulver
6 EL Hefeflocken
2 EL Tapiocastärke (oder andere Stärke)
4 TL “7 Gewürze” Mischung (Türkischer Laden)
1 TL Curry
2 TL italienische Kräuter
2 gehäufte TL Salz
2 TL Pfeffer
500ml Gemüsebrühe
2 EL Sojasauce
2 EL vegane Worchester Sauce

Alle trockenen Zutaten mischen, alle flüssigen Zutaten mischen. Dann beides miteinander vermengen und ein paar Minuten zu einem gleichmäßigen Seitan-Teig kneten. Diesen auf einer geeigneten Fläche, z.B. einem großen Schneidebrett mit den Händen oder mit Hilfe eines Nudelholz zu einem Rechteck plätten.IMG_9375

Auf dieses dann die Füllung legen – auf den Bildern seht ihr meinen ersten Braten, diesen habe ich mit etwas Senf bestrichen, dann mit zuvor aufgetautem Spinat, aus dem ich etwas das Wasser ausgedrückt hatte, belegt und dann zu einer “Braten-Wurst” aufgerollt. Beim zweiten Versuch war mir etwas experimenteller zu Mute und ich habe den Braten mit einer Mischung aus Spinat, gekochten und zerdrückten Kartoffeln, zerkleinerten Datteln und gehackten Nüssen gefüllt. Auch das war wirklich lecker – ihr könnt eurer Fantasie da einfach freien Lauf lassen und nehmen was ihr mögt/da habt. Gerade im Frühling könnte ich mir auch Spargel ganz gut vorstellen, den mag ich nur persönlich einfach nicht, aber die meisten lieben ihn ja ;)Der Braten wird dann jedenfalls wie gesagt aufgerollt und damit er seine Form behält wie ein Bonbon in Alufolie gewickelt. Dann kommt er bei 200°C für ca. 90 Minuten in den Ofen.IMG_9380

Der Braten kann danach in Scheiben geschnitten und einfach so gegessen werden, man kann ihn aber auch noch mal anbraten. Dazu passen z.B. Rosmarin-Ofenkartoffeln und diverses Gemüse oder einfach bunter Salat. Der Braten reicht, je nachdem was es noch so als Beilage gibt, für 4-5 Personen – oder man isst einfach mehrere Tage davon.

Ich wünsche euch eine frohe Oster-/Frühlingszeit!

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Mercimek Çorbası – Türkische Linsensuppe

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Heute habe ich eines meiner liebsten Rezepte für euch – türkische Linsensuppe. Das erste Mal habe ich sie bei einem meiner besten Freunde gegessen und koche sie seitdem regelmäßig selbst. Ich finde sie unheimlich lecker, sie ist schnell gemacht, sättigt gut und ist für mich einfach das perfekte Mittagessen, wenn es schnell gehen muss – zum Beispiel an Tagen, an denen ich ab 13 Uhr arbeiten muss, da ist vorher einfach wenig Zeit. Diese Suppe soll außerdem der Auftakt zu einer kleinen Serie von türkischen, veganen Rezepten werden. Ich mag die türkische Küche unheimlich gerne und habe durch besagten Freund, dessen Familie aus der Türkei stammt schon ein paar tolle Sachen kennengelernt, welche entweder sogar von Natur aus vegan waren, oder sich ganz leicht veganisieren ließen. Mit ihm zusammen werde ich in den kommenden Wochen ein paar weitere vegane Rezepte aus der türkischen Küche nachkochen und euch mit Rezepten versorgen! Die Rezepte sind dabei natürlich nur meine eigene Adaption und haben nicht den Anspruch, zu hundert Prozent authentisch zu sein.
Übrigens bitte ich die kleine Flaute im Blog zu entschuldigen – seit genau einer Woche habe ich nun endlich Ferien, aber letztes Wochenende waren dann viele liebe Freunde zu Besuch – zwischenzeitlich haben wir zu acht in unserer kleinen 2-Zimmer-Wohnung übernachtet – und nach dem Wochenende brauchte ich erst mal ein wenig Ruhe, habe die Sonne und den beginnenden Frühling genossen und mir einfach mal erlaubt, zu entspannen. Ab heute soll es aber hier auch wieder regelmäßiger weiter gehen 🙂

Also ran an den Herd!
Wir brauchen:

300g rote Linsen
3 mittelgroße Kartoffeln
2 Möhren
1 kleine Zwiebel (wer mag, auch gerne mehr, ich vertrage das nur nicht so gut)
1 Knoblauchzehe
~1l Gemüsebrühe
Salz & Pfeffer, “7 Gewürze”-Mischung aus dem türkischen Laden, frischer Koriander
Olivenöl
Margarine
Tomatenmark
Fladenbrot
Sonnenblumenkerne
Zitronen

Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln und Knoblauch klein schneiden. Olivenöl im Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Kurz danach die Kartoffeln und die Möhrenstücke hinzugeben, 1-2 Minuten später auch die vorher kurz in einem Sieb abgebrausten Linsen. Alles ein paar Minuten andünsten und dann mit der Gemüsebrühe auffüllen und das Ganze so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Die Suppe pürieren und nach Geschmack mit den Gewürzen abschmecken. In einer Pfanne ohne Öl die Sonnenblumenkerne rösten, dann beiseite stellen. Dann ein wenig Margarine in der Pfanne schmelzen und etwa 1 gehäuften Esslöffel Tomatenmark dazu geben, beides miteinander zu einer Art Paste verrühren. Diese dann in die Suppe einrühren.
Das Fladenbrot toasten, die Zitronen aufschneiden und beides zu der, mit Sonnenblumenkernen garnierten Suppe servieren. Die Zitrone direkt über dem Suppenteller auspressen, hier müsst ihr euch einfach rantasten und schauen, wie viel Zitrone ihr mögt – ich finde die Zitrone für den Geschmack der Suppe auf jeden Fall unverzichtbar und super lecker. Afiyet olsun! 🙂

Vegane Marmor-Muffins

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Diese Muffins habe ich letzte Woche für einen Pen & Paper Rollenspielabend gebacken. Es hat sich mittlerweile ein wenig eingebürgert, dass ich zu solchen Anlässen nach Möglichkeit immer etwas zu Essen mitbringe – denn gegen Kultisten oder böse Monster kämpfen macht ja bekanntlich sehr hungrig. Ich backe dann immer sehr gerne Muffins oder Cookies, weil das einfach schnell geht und sich leicht transportieren lässt. Letzte Woche gab es Marmor-Muffins und sie kamen sehr gut an, daher will ich das Rezept mit euch teilen 🙂

Für 10 Muffins brauchen wir:
300g Mehl
200g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 EL Ei-Ersatzpulver (Ich nahm Veg-Egg), mit 2-3 EL Wasser angerührt
2 EL Kakaopulver (das ungesüßte, zum backen)
125ml Sonnenblumenöl
180ml vegane Milch
Puderzucker

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Den Backofen auf 200° vorheizen. Alle Zutaten außer dem Kakao in einer Schüssel zu einem glatten Teig rühren. Von dem Teig dann etwa 200g abnehmen und diese Portion mit dem Kakaopulver mischen. Eventuell müssen hier dann noch 1-2 Esslöffel Milch hinzu gegeben werden, da der Teig durch den Kakao nun natürlich etwas trockener wird.
Den hellen Teig auf Muffinförmchen verteilen, dann den dunklen Teig teelöffelweise oben drauf setzen und die beiden Teige vorsichtig mit einem Holzstäbchen untereinander mischen, sodass die Marmorierung entsteht. Ab in den Ofen mit den Muffins – sie brauchen je nachdem wie viel Power euer Ofen hat zwischen 25 und 30 Minuten – am besten eine Stäbchenprobe machen.
Die Muffins kurz abkühlen lassen und dann mit Puderzucker bestäuben – fertig!

Death by Chocolate – Veganer Schoko-Kokosmilchkuchen

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Auch wenn mir mit diesem Kuchen kein optisches Meisterwerk gelang (lag aber auch an der Backform, ich brauche irgendwann mal so einen schönen Gugelhupf), muss ich das Rezept unbedingt mit euch teilen. Er ist soo schön saftig und der leichte, aber nicht zu dominante Kokosgeschmack kommt total gut. Bei der Kokosmilch würde ich auf jeden Fall auf Qualität achten, dass macht geschmacklich total viel aus, finde ich. Ich nehme am liebsten die von Rapunzel oder Alnatura.

Für eine 26cm Springform brauchen wir:
350g Mehl
250g Rohrzucker
50g Backkakao
Prise Salz
1 Päckchen Backpulver
150g Zartbitter Schokolade
1 Dose (400ml) Kokosmilch
60ml Wasser oder Pflanzenmilch
60ml Sonnenblumenöl
Schokoraspeln

50g der Schokolade schmelzen und mit allen anderen Zutaten mit Ausnahme der restlichen Schokolade und den Schokoraspeln zu einem glatten Teig rühren. In eine gefettete Backform geben und bei 200°C etwa 40 Minuten backen (Stäbchenprobe!) Den Kuchen etwas abkühlen lassen und aus der Form lösen. Die restliche Schokolade schmelzen und damit den Kuchen überziehen. Mit den Schokoraspeln bestreuen. Fertig 🙂